Florum 2023 - Forum für Grünes Wissen // 22. - 25. August

Paysafecard im Netz: Kiosk, LUGAS und OASIS erklärt

Bezahlen mit Paysafecard im Netz: mein Alltag zwischen Kiosk, LUGAS und OASIS

Meine Paysafecard kaufe ich meistens an der Tankstelle bei mir um die Ecke, irgendwo zwischen Brötchentüte und Sonntagszeitung. Der Kollege an der Kasse fragt längst nicht mehr, wofür ich die brauche. So läuft das bei ziemlich vielen hier: Bargeld auf den Tresen, Bon mit Code in die Tasche, und am Abend steht das Guthaben im Casinokonto. Klingt nach nix Großem, und im Kern ist es das ja nicht, nur hängt hinten dran ein ganzer Rattenschwanz an Regeln, über den kaum einer redet.

Wer sich vorab einen ersten Überblick holen will, kann bei online casino paysafe vorbeischauen. Ich erzähle hier lieber, was ich selbst am Kiosk und vor dem Bildschirm mitkriege, und zwar so, wie ich es einem Kumpel beim Feierabendbier erklären würde. Das ist kein Hexenwerk.

Eins vorweg, damit wir uns richtig verstehen: Die Karte ist nur der Weg, auf dem das Geld reinkommt. Was danach passiert, also wie viel du einzahlen darfst, wie schnell sich die Walzen drehen und wer vor jeder Runde in eine Sperrdatei guckt, bestimmt der Glücksspielstaatsvertrag und nicht der Zettel aus dem Späti.

Verstehen, wer in Deutschland die Regeln macht

Seit dem 1. Juli 2021 ist Online-Glücksspiel bei uns legal, und zwar auf Grundlage des GlüStV 2021. Dieser Staatsvertrag ist der Text, auf den sich bis heute alle beziehen, wenn es um das moderne Regelwerk geht. Vorher war das Ganze eine ziemliche Grauzone, in der jeder irgendwie sein Ding gemacht hat.

Seit dem 1. Januar 2023 kümmert sich die GGL, also die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, um die Aufsicht über virtuelle Automatenspiele. Die Behörde sitzt in Halle an der Saale, aber für uns Spieler ist vor allem eins interessant: Die Regeln gelten für jeden Anbieter, der sich an deutsche Kundschaft richtet, egal ob die Firma in Deutschland sitzt oder irgendwo im Ausland ihr Büro hat. Wer hier mitspielen will, muss sich an den Rahmen halten.

Was viele überrascht: Der Staatsvertrag interessiert sich herzlich wenig dafür, ob du mit Paysafecard, Giropay oder Kreditkarte einzahlst. Im Mittelpunkt stehen Lizenz, Spielerschutz und Kontrollen rund um die Zahlungen. Die Marke deiner Einzahlungsmethode ist dem Gesetzgeber also ziemlich schnuppe, solange alles andere sauber läuft.

Einzahlen am Kiosk: wie die Prepaid-Karte im Alltag funktioniert

Paysafecard ist in Deutschland eine der beliebtesten Prepaid-Lösungen fürs Online-Spiel, und das hat handfeste Gründe. Du kaufst die Karte mit Bargeld bei Rewe, an der Lotto-Annahmestelle oder an der Aral, tippst den Code im Kassenbereich des Casinos ein und bist durch. Deine Bankverbindung taucht dabei nirgends auf, was für viele hierzulande ein echtes Argument ist, denn beim Thema Datenschutz sind wir Deutschen ja bekanntlich ein bisschen eigen.

Der zweite Vorteil ist für mich noch größer. Was auf der Karte ist, ist drauf, und mehr gibt es nicht. Wenn ich samstags vor dem Bundesliga-Spiel noch eine Runde drehen will und nur einen Fünfziger dabeihabe, dann bleibt es bei diesem Fünfziger, ganz ohne Dispo und ohne nächtliche Überraschung auf dem Kontoauszug.

Klar, es gibt Alternativen, und die meisten hier kennen sie aus dem Onlineshopping. Giropay läuft direkt übers Girokonto und war lange der Platzhirsch, Sofort von Klarna arbeitet mit einer Überweisung in Echtzeit, und die Kreditkarte ist für viele immer noch der Klassiker. Der Unterschied zur Prepaid-Karte liegt im Gefühl: Bei den Kontomethoden fließt das Geld im Hintergrund, bei Paysafecard hast du vorher an der Kasse einen Schein abgegeben und weißt genau, was weg ist.

Einen Haken gibt es allerdings, über den ich gern früher Bescheid gewusst hätte. Bei der Auszahlung läuft es oft über einen anderen Weg als bei der Einzahlung, meistens über das Bankkonto. Frag also vor der ersten Einzahlung nach, wie dein Anbieter Gewinne zurückschickt, dann gibt es später kein langes Gesicht.

Rechnen mit LUGAS: was das Monatslimit von 1.000 € bedeutet

Jetzt wird es spannend, denn hier kommt der Teil, den viele unterschätzen. Unter dem GlüStV 2021 darfst du monatlich maximal 1.000 € einzahlen, und zwar nicht pro Casino, sondern über alle lizenzierten Anbieter zusammen. Dafür gibt es die Limitdatei LUGAS, die im Hintergrund mitzählt.

Für Prepaid-Fans heißt das ganz konkret: Die Paysafecard ist kein Schlupfloch. Was du per Code einzahlst, landet genauso im Limit wie die Überweisung per Sofort oder die Zahlung mit Kreditkarte. Wenn du am Monatsanfang schon 800 € bei einem Anbieter gelassen hast, bleiben dir bei allen anderen zusammen nur noch 200 €, egal wie viele Karten du an der Tanke kaufst.

Ich finde das ehrlich gesagt gar nicht verkehrt. Früher habe ich Kumpels erlebt, die an einem Abend drei, vier Konten parallel aufgefüllt haben und am Ende nicht mehr wussten, wo die Kohle geblieben ist. Mit LUGAS ist da ein Deckel drauf, und der greift über die Anbietergrenzen hinweg, was ich als echten Fortschritt sehe, gerade für jemanden, der zu Spontankäufen am Kiosk neigt.

Viele Anbieter bieten dir zusätzlich eigene, niedrigere Limits an. Die stelle ich mir jedes Mal ein, bevor ich das erste Mal einzahle.

Drehen nach Regeln: 1-€-Einsatz und 5-Sekunden-Pause bei Slots

Wer von früher die alten Automaten in der Spielo um die Ecke kennt, wird online zwei Dinge sofort merken. Der maximale Einsatz pro Dreh liegt bei 1 €. Und zwischen zwei Spins müssen mindestens fünf Sekunden liegen, die sogenannte 5-Sekunden-Regel. Autoplay und Turbo-Knopf sind bei lizenzierten Anbietern nicht mehr drin.

Am Anfang hat mich das ziemlich genervt, das gebe ich offen zu. Man sitzt da, die Walzen stehen, und man wartet und wartet. Mittlerweile sehe ich das entspannter, denn so ein Paysafecard-Guthaben von 25 € hält bei 1 € Höchsteinsatz und Zwangspause einfach deutlich länger, und genau das will ich ja eigentlich, wenn ich mir einen gemütlichen Abend mache!

Noch ein Punkt, der immer wieder für Verwirrung sorgt: Bei einer rein deutschen Lizenz gibt es keine Live-Tische mit echtem Croupier, also kein Live-Roulette und kein Live-Blackjack im klassischen Sinn. Wer so etwas bei einem Anbieter sieht, der sich als deutsch lizenziert ausgibt, sollte genauer hinschauen. Die virtuellen Automatenspiele, für die die GGL zuständig ist, bilden das Herzstück des legalen Angebots.

Prüfen lassen: wie OASIS vor jedem Spiel mitschaut

Jetzt zum Thema, das mich am meisten beeindruckt hat, als ich mich zum ersten Mal näher damit beschäftigt habe. OASIS ist die deutsche Sperrdatei für Glücksspiel, online genauso wie in der Spielhalle oder im Casino vor Ort. Verwaltet wird das Register vom Regierungspräsidium Darmstadt im Auftrag des Landes Hessen.

Jeder lizenzierte Anbieter muss in OASIS nachsehen, bevor er dich spielen lässt. Und das passiert nicht nur einmal bei der Anmeldung, sondern vor der Teilnahme, also immer wieder. Das gilt für alle lizenzierten Angebote im Land, von Sportwetten über Poker bis zu Online-Slots, egal ob du mit Paysafecard, Giropay oder per Kreditkarte eingezahlt hast.

Wie ernst das genommen wird, zeigen die Zahlen, die in Berichten über das Register kursieren. Mehr als 350.000 aktive Sperren waren dort zuletzt hinterlegt, und laut einem anderen Bericht kletterte die Liste zum Jahresende auf 367.000 Einträge. Neue Sperranträge gab es in einem Jahr 303.876 Stück. Die Zahl der Abfragen ist noch eine andere Hausnummer: Ein Bericht spricht von 5,2 Milliarden OASIS-Checks in einem Jahr.

Bei solchen Zahlen schluckt man erst mal. Für mich zeigen sie vor allem, dass das System wirklich arbeitet und nicht bloß auf dem Papier existiert. Wer gesperrt ist, kommt bei einem lizenzierten Anbieter schlicht nicht an die Slots, und da hilft keine Prepaid-Karte der Welt.

Ziehen der Notbremse: Panikknopf, Selbstsperre und Fremdsperre

Jeder kennt diese Abende, an denen es einfach nicht läuft und man trotzig noch einen Code nachlegen will. Für genau solche Momente gibt es den Panikknopf. Jeder lizenzierte Online-Anbieter muss eine Sofortsperre anbieten, die jederzeit erreichbar ist, und mit einem Klick bist du dann für 24 Stunden raus. Ich habe den Knopf selbst schon gedrückt, nach einem verkorksten Derby-Wochenende, und am nächsten Tag war ich heilfroh darüber.

Wer eine längere Auszeit braucht, beantragt eine Selbstsperre, so heißt das offiziell. Die Mindestdauer liegt in der Regel bei einem Jahr, kürzere Sperren sind ab drei Monaten möglich. Die Sperre kann außerdem unbefristet laufen, und wer sie wieder aufheben will, muss nach Ablauf der Mindestzeit einen Antrag stellen, denn von allein geht da nichts. Das klingt streng, ist aber genau richtig so, da man sich in einem schwachen Moment sonst zu schnell wieder freischalten würde.

Dann gibt es noch die Fremdsperre, die ebenfalls zum deutschen Spielerschutz gehört. Sie kann angestoßen werden, wenn jemand suchtgefährdet ist oder sich finanziell ernsthaft in die Bredouille bringt. Ich kenne einen Fall aus meinem Bekanntenkreis, in dem die Familie diesen Weg gegangen ist, und so hart das im ersten Moment war, im Nachhinein hat es dem Betroffenen richtig gutgetan.

Halten der eigenen Linie: wie ich mit Prepaid haushalte

Zum Schluss verrate ich noch, wie ich das Ganze für mich handhabe. Ich lege mir am Monatsanfang einen festen Betrag fürs Spielen fest, meistens deutlich unter dem LUGAS-Deckel, und kaufe genau dafür Paysafecards. Ist das Geld weg, ist der Monat fürs Casino gelaufen, ganz ohne Diskussion mit mir selbst. Das ist mein persönlicher Sparstrumpf-Trick, und er funktioniert erstaunlich gut.

Den Bon mit dem Code bewahre ich übrigens auf, bis das Guthaben komplett verspielt oder ausgezahlt ist. Klingt spießig, hat mir aber schon einmal Ärger erspart, als eine Einzahlung hakte und der Support nach der Kartennummer gefragt hat.

Mein Rat an jeden, der neu einsteigt, lautet deshalb ganz schlicht: Achte auf die deutsche Lizenz, stell dir eigene Limits ein und behalte im Hinterkopf, dass der Panikknopf kein Zeichen von Schwäche ist. Die Paysafecard hilft beim Haushalten, weil man das Geld vorher in der Hand hatte, aber die eigentliche Arbeit machen die Regeln dahinter und dein eigener Kopf. Wer das verinnerlicht hat, kann sich am Samstagabend entspannt zurücklehnen, ein paar Runden mit 1 € Einsatz drehen und den Rest des Wochenendes genießen!