Florum 2021 - Forum für Grünes Wissen

Vortragsprogramm der Sommer Florum

Vortrags-Programm: Sommer Florum, 01.09. bis 02.09.21 – Vortagsveranstaltungen im Gartenbauzentrum der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Ellerhoop.

Mit freundlicher Unterstützung durch:

10:00

Saal

MESSE-ERÖFFNUNG


Helmut Selders | Präsident Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.
Ute Volquardsen | Präsidentin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Axel Huckfeldt | Vorsitzender BdB Schleswig-Holstein e.V.

10:30

Saal

Weißbuch „Stadtgrün“ – die Chance für Baumschulen!

Prof. Dr. habil. Hartmut Balder | Institut für Stadtgrün, Berlin/Falkensee

Das Grün-/Weißbuch Stadtgrün "Grün in der Stadt - Für eine lebenswerte Zukunft" des Bundes ist ein Optimierungsprozess in Städtebau und Baukultur. Er will interdisziplinär grüne Stadtplanung, Bauphase und Unterhaltung zusammenbringen und inhaltlich weiterentwickeln. Dabei geht es nicht allein um die Finanzierung des Grüns in Anlage und Pflege, sondern vorrangig um ein zielorientiertes Ertragsdenken für Grünkonzepte in der Stadt von morgen. Hierin liegen große Chancen für die Baumschulwirtschaft!

11:00

Saal

Gehölzsortiment der Zukunft – was muss ich als Baumschuler wissen?

Klaus Körber | Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Veitshöchheim

Hitzerekorde in den letzten Jahren, extreme Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands, bis hin zur Versteppung. Der Wassermangel ist das zentrale Thema für die Baumschule der Zukunft: ohne Blau kein Grün. Das anfallende Wasser muss zwingend gesammelt werden, nach der Schwammstadt und dem Schwammgarten gibt es demnächst vielleicht die Schwammbaumschule. Der Vortrag beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Klimawandel und Gartengestaltung und er gibt einen Überblick über die Gartengehölze, die mit nach dem derzeitigen Stand mit weniger Wasser zu Recht kommen. Es zeigt sich, dass die Frage der Herkunft eines Gehölzes häufig ein wichtiges Kriterium ist und gebietsheimisches Denken im Gartenbereich nicht zielführend erscheint.

11:00

Marktplatz Holstein / Außenbereich

Führung durch den Versuchsbetrieb der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Hendrik Averdieck und Thorsten Ufer

Thema: Aktuelle Beobachtungen und Trends aus Versuchen u.a. zu den Themen Düngung, Substrate sowie Prüfungen von Rosen-, Gehölz- und Staudensortimenten 

12:00

Mittagspause

13:00

Saal

Wieviel Torfersatz in der Gehölzproduktion geht heute wirklich?

Dr. Andreas Wrede | Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abt. Gartenbau, Ellerhoop

Was fordert die Torfminderungsstrategie der Bundesregierung und warum überhaupt? Was soll das Projekt ToSBa (= Modell- und Demonstrationsvorhaben zur Praxiseinführung von torfreduzierten Substraten in Baumschulen) in diesem Zusammenhang bewirken? Wer sind die Player, wer die teilnehmenden Baumschulen? Welche Versuchsergebnisse wurden in den letzten Jahren mit verschiedenen Torfersatzstoffen in Ellerhoop erzielt? Wie geht es mit der Torfminderung weiter?

13:30

Saal

Die neue Pauschalierungsregelung

StB Sebastian Nehls | SHBB Steuerberatungsgesellschaft mbH, Kiel

Ab 2022 gelten neue Spielregeln bei der Umsatzsteuerpauschalierung. Der Gesetzgeber hat den Anwendungsbereich auf Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von max. T€ 600 begrenzt. Im Vortrag wird es einen kurzen Überblick über die Neuregelung sowie Gestaltungshinweise geben

14:00

Saal

Hecken der Zukunft

Klaus Körber | Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Veitshöchheim

Bei vor allen Dingen immergrünen Hecken gibt es in manchen Kreisen ein regelrechtes Heckenbashing. Langweilig, steril, aus der Zeit gefallen. Vielleicht muss man Hecken einfach neu denken. Weg von der spießbürgerlichen Abschottung in tristen Siedlungsgebieten hin zu kompaktem Grün, platzsparend, in die Höhe wachsend, mit ökologischer Vielfalt. In Thujen sind ganz oft Vogelnester zu finden, der Kirschlorbeer ist ein Insekten- und Vogelnährgehölz und Prunus lusitanica ist frosthärter als man denkt. Beim Thema gemischte Hecken werden Aspekte wie Biodiversität, ökologische Vielfalt und die Trockenheitsverträglichkeit der einzelnen Pflanzen aufgezeigt. Denn schattige Gartenräume mit Schutzfunktion und Wohlfühlcharakter für Mensch und Tier werden immer geschätzt werden.

14:30

Saal

Was kommt in Sachen EU-Pflanzengesundheit auf mich als Baumschul-Unternehmer zu?

Heike Nitt | Pflanzenschutzdienst Schleswig-Holstein (Landeswirtschaftskammer), Ellerhoop

Das neue Design des Pflanzenpassens mit der EU Flagge begleitet die Handelseinheiten der Baumschulgehölze seit eineinhalb Jahren im Versand. Die Pflanzenpässe bescheinigen die pflanzliche Gesundheit der Handelsware. Um Pflanzenpässe ausstellen zu können, muss der Unternehmer in seinem Betrieb durch innerbetriebliche Untersuchungen dafür sorgen, dass Quarantäneschädlinge potentiell erkannt werden können. Wie können die Untersuchungen geplant werden? Wie können Quarantäneschädlinge erkannt werden?

14:30

Marktplatz Holstein / Außenbereich

Führung durch den Versuchsbetrieb Gartenbauzentrum

Hendrik Averdieck und Thorsten Ufer

Themen: Aktuelle Beobachtungen und Trends aus Versuchen u.a. zu den Themen Düngung, Substrate sowie Prüfungen von Rosen-, Gehölz- und Staudensortimenten 

15:00

Saal

Klimawandelbäume für den Norden

Dr. Andreas Wrede | Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abt. Gartenbau, Ellerhoop

Seit über 10 Jahren führt die Abteilung Gartenbau der Landwirtschaftskammer Schleswig- Holstein Versuche zur Identifikation von Baumarten und –sorten für den Klimawandel durch. Mit gezielten Baumpflanzungen in den Städten Hamburg, Heide, Husum. Kiel und Lübeck würden innerhalb der letzten sieben Jahre zahlreiche Beobachtungen und Erfahrungen mit den jeweiligen Baumarten gesammelt, die zusammenfassend vorgestellt werden.

15:30

Saal

„Science slam“ – Neues aus der Baumschulforschung

  • Nützlingsstarthilfe für Stadtbäume?
  • Autoritärer Erziehungsstil in der Baumschule? Eine Untersuchung zur Wurzelleitung
  • Stadtgestaltung und Muldenbewirtschaftung
  • Biodiversität durch Regenwassermanagement
  • Die Wurzelentwicklung in Regenwasserbewirtschaftungsanlagen

17:00

Ende des Vortragsprogramms

Mit freundlicher Unterstützung durch:

10:00

Saal

Eröffnung 2. Tag


Begrüßung und Grußworte
Gunnar ter Balk | 1. Vorsitzender des Bundes dt. Landschaftsarchitekten (bdla) S-H e.V.
Mirko Martensen | Präsident des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (FGL) Schleswig-Holstein e.V.

10:30

Saal

Die resiliente Stadt im Klimawandel. Argumente für mehr Grün in der Stadt

Philipp Sattler | Stiftung DIE GRÜNE STADT, Berlin

Angesichts von Klimakrise und Urbanisierung ist es notwendig, das Leben in unseren Städten durch mehr Stadtgrün aktiv zu gestalten, um die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen nachhaltig zu garantieren. Die Pandemie zeigt derzeit deutlich, wie essentiell gut gepflegte Grün- und Freiflächen für die Zukunft unserer Städte sind. Insbesondere der Etablierung von blau-grüner Infrastruktur und der Regenwasserbewirtschaftung kommt in der Grünen Stadt der Zukunft dabei zentrale Bedeutung zu.

11:00

Marktplatz Holstein / Außenbereich

Führung durch den Versuchsbetrieb Gartenbauzentrum

Hendrik Averdieck und Thorsten Ufer

Themen: Aktuelle Trends und Beobachtungen aus Versuchen u.a. zu den Themen Prüfung von Rosen-, Gehölz- und Staudensortimenten sowie zur Vermeidung von häufigen Fehlern bei der Pflanzung von Gehölzen

11:15

Saal

Grünes Stadtmanagement als Modell der Zukunft

Prof. Dr. habil. Hartmut Balder | Institut für Stadtgrün, Berlin/Falkensee

Die öffentlichen Räume der Städte werden von verschiedenen Institutionen bewirtschaftet. Wenig Abstimmung, unklare Zielvorgaben, gering organisierter Personal-/Geräteeinsatz bewirken im Ergebnis, dass Parks, Plätze und Straßen weder in Gestaltung, Sauberkeit, Klimatisierung, Biodiversität, Allergiearmut noch in der Ökonomie qualitativ überzeugen. Dabei ermöglichen u.a. Digitalisierung, Einsatzsteuerung, Sensortechnik und Bildkataloge ein kontrolliertes Vorgehen. Wie ist das Modell der Zukunft?

12:00

Mittagspause

13:00

Saal

Gehölzwahl im Klimawandel - was kann ich eigentlich noch pflanzen?

Klaus Körber | Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Veitshöchheim

 

Die Begleitumstände des Klimawandels haben große Auswirkungen auf die Verwendung von Bäumen im öffentlichen Bereich. Dabei kommt dem Wurzelraum und vor allen Dingen der Wasserversorgung der einzelnen Gehölze „die“ zentrale Rolle zu, die steigenden Temperaturen kommen erst an zweiter Stelle. Grundsätzlich können immer noch relativ viele Baumarten gepflanzt werden, vorausgesetzt, dass Wasser gesellschaftspolitisch vertretbar gesammelt und wohldosiert gegeben wird, denn die Entnahme von Grundwasser zum Bewässern des öffentlichen Grüns wird in Zukunft nur noch in wenigen Regionen Deutschlands geduldet werden. Unabhängig davon wird in der Zukunft die Trockenheitsverträglichkeit von Gehölzen viel stärker bedacht werden müssen. Um das Risiko zu streuen muss die gesamte Palette der zur Verfügung stehenden Bäume ausgeschöpft werden, nach dem Motto: Vielfalt statt Einfalt. 

 

 

13:30

Saal

Gebietseigene Gehölze § 40 BNatSchG – was ich als Planer und Landschaftsgärtner wissen muss!

Dr. Frank Schoppa | LV Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., Ellerhoop

Der Gesetzgeber fordert, dass in der freien Natur keine gebietsfremden Pflanzenarten ausgebracht werden dürfen. Grundlage hierfür ist der § 40 Absatz 4 im BNatSchG (Bundesnaturschutzgesetz). Nach Ablauf der Übergangsfrist gilt dies verbindlich seit 1. März 2020. Die Gehölzarten, die für die freie Landschaft vorgesehen sind, müssen künftig nachweislich gebietseigen sein und einem der sechs Vorkommensgebiete zugeordnet werden können. Der Referent erklärt die wichtigsten Hintergründe, Zertifizierungen am Markt, die Marktsituation und mögliche Bezugsquellen.

14:00

Saal

Bäume richtig pflanzen – häufige Fehler endlich vermeiden!

Dr. Andreas Wrede | Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abt. Gartenbau, Ellerhoop

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus zahlreichen Versuchsvorhaben zur Klimaeignung von Baumarten- und –sorten in fünf verschiedenen Städten Norddeutschlands ist die, dass ein großer Teil der Misserfolge beim Anwachsen von Bäumen am Endstandort auf Fehler beim Pflanzen der Bäume und der Pflege während der Anwachsphase zurückzuführen ist. Welche sind das und wie können sie vermieden werden?

14:30

Saal

Schaden Klimawandelbäume der Biodiversität?

Klaus Körber | Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Veitshöchheim

Es gibt ein weit verbreitetes Vorurteil, welches ungefähr so lautet: Fremdländische Pflanzen sind invasiv, sie bedrohen die heimische Tier- und Pflanzenwelt und leisten keinen Beitrag zur Biodiversität. Diese pauschalen Argumente können nach unseren Erfahrungen so nicht bestätigt werden. Jahrelange Beobachtungen zu Stauden und Gehölzen in unserem Biodiversitätsgarten haben eindeutig gezeigt: Bienen, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und sonstige Insekten erkennen sehr schnell, welche Pflanzen als Sammelort gut geeignet sind. Wissenschaftliche Untersuchungen im Projekt „Stadtgrün 2021“ und zwei Masterarbeiten in unserem Hause zu Ahorn und Linden in Zusammenarbeit mit der Uni Würzburg kommen beide zu ähnlichen Ergebnissen: ein Großteil der gesammelten Insekten finden sich sowohl auf den untersuchten heimischen als auch den nicht heimischen Pflanzen, ein Teil nur auf heimischen ein anderer Teil aber auch nur auf nicht heimischen Gehölzen. Der Vortrag zeigt auf, welche Bäume in der Stadt einen besonders großen Beitrag zur Förderung der Biodiversität leisten können.

14:30

Marktplatz Holstein / Außenbereich

Führung durch den Versuchsbetrieb Gartenbauzentrum

Hendrik Averdieck und Thorsten Ufer

Themen: Aktuelle Trends und Beobachtungen aus Versuchen u.a. zu den Themen Prüfung von Rosen-, Gehölz- und Staudensortimenten sowie zur Vermeidung von häufigen Fehlern bei der Pflanzung von Gehölzen

15:00

Saal

Die neuen Technischen Lieferbedingungen Baumschulgehölze (ehemals FLL – Gütebe-stimmungen) – was ist neu?

Christoph Dirksen | BdB-Vertreter bei der FLL, Meckenheim

Die Ausgabe 2020 der „TL-Baumschulpflanzen – Technische Lieferbedingungen für Baumschulpflanzen (Gütebestimmungen)“ ersetzen die „Gütebestimmungen für Baumschulpflanzen“, Ausgabe 2004 ab dem Liefertermin 1. Juli 2021. Mit dieser Neuüberarbeitung ist es gelungen die bisher bestehenden, sehr guten Gütebestimmungen noch weiter zu verbessern. Neuerungen und Veränderungen werden dazu beitragen die Pflanzenabnahme auf den Baustellen in Zukunft noch einfacher durchzuführen.

15:30

Saal

Klimawandelbäume für den Norden – erste Empfehlungen für die Praxis

Dr. Andreas Wrede | Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abt. Gartenbau, Ellerhoop

Seit über 10 Jahren führt die Abteilung Gartenbau der Landwirtschaftskammer Schleswig- Holstein Versuche zur Identifikation von Baumarten und –sorten für den Klimawandel durch. Mit gezielten Baumpflanzungen in den Städten Hamburg, Heide, Husum. Kiel und Lübeck wurden innerhalb der letzten sieben Jahre zahlreiche Beobachtungen gemacht und Erfahrungen mit den gepflanzten Baumarten gesammelt, die zusammenfassend vorgestellt werden. Daraus werden erste Empfehlungen zur Verwendung im Norden abgeleitet.

16:00

Saal

Jungbaumpflege – Aktuelles für die Praxis

Prof. Dr. Dirk Dujesiefken | Ifb INSTITUT FÜR BAUMPFLEGE GmbH & Co. KG, Hamburg

Eine unterlassene Pflege kann nicht nachgeholt werden! Die entstandenen Fehlentwicklungen wird man den Bäumen immer ansehen. Zudem sind spätere Korrekturen meist sehr kostenintensiv und meist deutlich teurer als die normalen Pflegegänge, bei denen die zu entwickelnde Krone kontinuierlich etwas korrigiert und damit in die gewünschte Form gebracht wird.

Der Vortrag stellt die Notwendigkeiten für eine fachgerechte Jungbaumpflege dar und erläutert die aktuellen Entwicklungen bei den Regelwerken der FLL und FGSV zu diesem Themenkomplex.

17:00

Get together

GALABAU / PLANER / KOMMUNALE